Servierkultur

Wie trinke ich Schnaps richtig? – Das Glas und die Temperatur sind entscheidend

Die richtige Temperatur

Gibt es sie, die optimale Trinktemperatur bei Whisky, Schnaps, Grappa, Rum & Gin? Ja! Und wer ein paar Dinge beachtet, hat mehr von seinem Drink. Die einfachste Regel lautet: Je kälter das Getränk, desto weniger Geschmack. Also weniger Fruchtaromen im Glas und weniger Alkoholgeschmack auf der Zunge. Das heißt auch: Vielfalt lässt sich nur mit erhöhter Temperatur erschnüffeln.

ede Spirituose fühlt sich bei einer anderen Temperatur wohl. Whiskey, Rum, Weinbrand oder Gin sollten, pur genossen, eine Zimmertemperatur von ca. 16 bis 20 Grad Celsius aufweisen. Edle Obstbrände und Geister sollten zwischen 15 und 18 Grad Celsius haben. Bei Likören gilt: Je cremiger und süßer der Likör ist, desto kühler sollte er getrunken werden. Die Trinktemperatur kann daher zwischen 4 bis 13 Grad Celsius schwanken, wobei man edle Kräuterliköre nicht zu stark gekühlt trinken sollte. Noch kühler trinkt man Wodka oder Anis-Spirituosen, die man in der Regel eiskalt bei 3 bis 6 Grad Celsius zu sich nimmt. Wem das alles zu viel ist: Spirituosen bei 18 Grad Celsius sind fast immer gut.

Bei gemixten Getränken, also Long- und Shortdrinks sowie Cocktails, kann man die Temperatur der Spirituosen vernachlässigen, die Eiswürfel und Filler übernehmen hier die Kühlung. Oder probieren Sie es doch einmal damit: Servieren Sie den Drink niedriger temperiert, um anschließend eine Erwärmung im Glas zu ermöglichen. Sie werden bemerken, wie sich die Aromavielfalt über die Minuten hinweg ständig erhöht, was Ihnen eine zusätzliche Dimension des Trinkgenusses offeriert.

Was bleibt als Fazit? Das Empfinden von Aromen ist Geschmackssache. Extreme Lösungen sind nur in wenigen Fällen der beste Weg. Und zwar egal, ob zu warm oder zu kalt.

Frisch und Frei

Rosenhut-Cocktails

Hier verschmelzen fränkische Ursprünglichkeit und internationaler Lifestyle zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis.

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Das richtige Glas

Gläser sind Glaubenssache. Je nach Destillat und Temperatur des Brandes eignen sich andere. Eine Faustregel ist aber immer anwendbar: Bauchige Gläser, die sich gegen oben wieder öffnen, sind ideal, um das Aroma eines Brandes zur Entfaltung zu bringen und es gleichzeitig im Glas zu halten.

Daher empfehlen wir auch das Rosenhut-Obstbrandglas zum Genießen unserer Obst-Destillate. Sie sind nicht nur schön, sondern auch praktisch: Die Nase passt rein, und beim letzten Schluck überdehnt man sich auch nicht das Genick.

Für Barspirituosen wie Whisky und Rum greifen wir hingegen zum klassischen Tumbler bzw. Shortdrink-Glas, das zylindrisch geformt ist und viel Luft an die Oberfläche des Destillats lässt. Wer die Aromen im Glas halten will, wählt das Nosing-Glas, das die Form einer Tulpe hat und im unteren Drittel ebenfalls viel Fläche bietet, aber sich nach oben hin, ähnlich wie das Obstbrandglas, verjüngt. Mixgetränke, etwa Gin Tonic oder unsere Rosenhut-Cocktails, gehören in ein Longdrink-Glas, das viel Platz bietet.

Aus welchem Glas Sie auch trinken – entscheidend ist am Ende der Inhalt.